Prophetenkuchen: Wenn der Blechkuchen die Zukunft voraussagt (oder auch nicht)

Prophetenkuchen - klingt nach einem mächtigen Gebäck, das vielleicht sogar die Lottozahlen prophezeit. Tatsächlich versteckt sich hinter diesem Namen ein unscheinbarer, aber köstlicher Blechkuchen aus Thüringen.
Was den Prophetenkuchen so besonders macht, ist sein Teig: hauchdünn und im Ofen zu wundersamen Blasen aufgeworfen. Diese "Huckel" - daher ein weiterer Name des Kuchens - verleihen ihm nicht nur sein charakteristisches Aussehen, sondern auch einen spannenden Texturmix. Je nach Rezept kann der Kuchen knusprig-keksartig oder weich und fast schon fluffig sein.
Die Zutatenliste ist übersichtlich: Mehl, Eier, Zucker, Butter und manchmal Rum oder Weinbrand. Das Geheimnis liegt in der Zubereitung. Eigelb und Zucker werden zu einer luftigen Masse aufgeschlagen, die dann mit den restlichen Zutaten zu einem dünnflüssigen Teig verrührt wird.
Beim Backen kommt die Magie ins Spiel: Durch die hohe Hitze im Ofen entstehen in dem Teig Dampfblasen, die den Teig in die Höhe treiben. So entstehen die namensgebenden "Prophezeiungen" - die Blasen, die sich beim Backen bilden.
Ob der fertige Kuchen tatsächlich die Zukunft voraussagen kann, bleibt ein Geheimnis. Sicher ist aber, dass der Prophetenkuchen mit seiner einfachen Art und seinem überraschend leckeren Teig ein echtes Erlebnis für den Gaumen ist.
Also, warum nicht mal einen Blick in die (Back-)Zukunft wagen und Prophetenkuchen ausprobieren? Vielleicht sagt er Ihnen ja was Leckeres voraus!